Dünger aus Trockentoiletten
Menschliche Ausscheidungen könnten eine wichtige Rolle in einer nachhaltigen Landwirtschaft spielen. Ein Forschungsteam der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) hat unter Freilandbedingungen untersucht, wie sicher hygienisierter menschlicher Fäkalienkompost ausgebracht werden kann. Untersucht wurden die mikrobiellen Risiken für die menschliche Gesundheit, damit Krankheitserreger aus menschlichen Exkrementen durch Düngung und die anschließende Produktion von Lebensmitteln nicht in den Nahrungskreislauf gelangen können. Die Ergebnisse der Freilandversuche lassen darauf schließen, dass grobkörnige sandige Böden für die Ausbringung von qualitätsgesicherten Düngemitteln geeignet sind und keine Gefahr durch Krankheitserreger im Boden entsteht.
Teurer Reis, kleinere Kinder: Langzeitfolgen der Asienkrise
Wenn in einer Wirtschaftskrise die Lebensmittelpreise explodieren, trifft das vor allem die Stadtbevölkerung und Menschen mit niedriger Bildung. Die Folgen wirken sich unter Umständen ein Leben lang aus – etwa in einer geringeren Körpergröße betroffener Kinder. Das hat ein Forschungsteam der Universität Bonn jetzt am Beispiel der „Asienkrise“ in den 1990-er Jahren gezeigt. Damals kam es durch Turbulenzen am Finanzmarkt zu einer drastischen Verteuerung von Reis, dem wichtigsten Grundnahrungsmittel Indonesiens, die messbare Spuren in der Entwicklung von Kindern hinterlassen hat. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Global Food Security“ veröffentlicht.
Zwischen Hightech und Umwelt: Wege in eine nachhaltige Landwirtschaft
Die Landwirtschaft produziert so viel Nahrung wie nie zuvor, belastet aber gleichzeitig Klima, Böden und Biodiversität. Ein Forschungsteam des Exzellenzclusters PhenoRob der Universität Bonn stellt in einem nun erschienenen Paper im Journal Agricultural Systems dar, welche entscheidende Rolle technologische Innovationen für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft spielen, und warum diese durch kluge Politiken und neue Geschäftsmodelle begleitet werden müssen.