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Weniger Dünger dank smarter Allianzen
Neue Studie enthüllt zentralen Schalter zur Symbiosebildung

Pflanzen haben im Laufe der Evolution elegante Strategien entwickelt, um einem Mangel an Phosphat im Erdreich zu begegnen: Sie gehen Symbiosen mit Bodenpilzen ein. Diese Mykorrhizapilze versorgen ihre pflanzlichen Partner effizient mit Phosphat und weiteren lebenswichtigen Mineralien. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) in Halle haben jüngst gemeinsam mit Partnern der Universität Bonn einen molekularen Schalter entdeckt, der den Phosphatgehalt in der Pflanze erfasst und dann das Startsignal für oder gegen die Symbiose gibt. Dieser Signalweg könnte künftig genutzt werden, um Pflanzen zu befähigen, die Partnerschaft mit den Bodenpilzen auch dann einzugehen, wenn genügend Phosphat verfügbar ist. Die Studie in der renommierten Fachzeitschrift Science Advances bietet einen Lösungsansatz für ein langjähriges Problem in der Landwirtschaft und eröffnet neue Wege zur Reduktion von Düngemitteln.

Neues Messverfahren detektiert Lachgas-Emissionen am Feld

Lachgas ist nach Kohlendioxid und Methan hinsichtlich der Klimawirkung das drittwichtigste Treibhausgas. Es entsteht vor allem in der Landwirtschaft als Folge der Düngung mit Stickstoff. Eine kompakte und preiswerte Messtechnik des Fraunhofer-Instituts für Physikalische Messtechnik IPM erfasst die Lachgas-Emissionen aus dem Ackerboden direkt auf dem Feld – und hilft damit, das Düngen der Zukunft effizienter zu gestalten.

Mehr Eigenverantwortung für Betriebe: Bundeskabinett bringt nationale GAP-Vereinfachungen auf den Weg

Das Bundeskabinett hat heute ein vom Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, vorgelegtes Rechtsetzungspaket verabschiedet, mit dem das nationale Durchführungsrecht der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) weiter vereinfacht wird. Das bietet vor allem Betrieben mit Grünland und Öko-Betrieben neue Möglichkeiten.

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