Insektenscheuchen vor Mähtechnik im Test
Wenn das Mähwerk durchs hohe Gras fährt, beginnt für zahllose Insekten ein makaberer Wettlauf. Denn schaffen sie es nicht rechtzeitig aus der Gefahrenzone, werden sie vom Mähwerk erfasst und getötet. Millionen Insekten sterben so jedes Jahr bei der Mahd von Grünland. Auf den Versuchsfeldern der Universität Hohenheim in Stuttgart suchen Forschende deshalb nach Möglichkeiten, diese Verluste zu verringern und so die Artenvielfalt zu schützen. Ihre Idee: Insektenscheuchen, die Tiere unmittelbar vor den tödlichen Mähwerken aus der Gefahrenzone retten. Erste Ergebnisse stimmen optimistisch: Vor allem eine Gebläsescheuche scheint viele Insekten erfolgreich zu verscheuchen.Wenn das Mähwerk durchs hohe Gras fährt, beginnt für zahllose Insekten ein makaberer Wettlauf. Denn schaffen sie es nicht rechtzeitig aus der Gefahrenzone, werden sie vom Mähwerk erfasst und getötet. Millionen Insekten sterben so jedes Jahr bei der Mahd von Grünland. Auf den Versuchsfeldern der Universität Hohenheim in Stuttgart suchen Forschende deshalb nach Möglichkeiten, diese Verluste zu verringern und so die Artenvielfalt zu schützen. Ihre Idee: Insektenscheuchen, die Tiere unmittelbar vor den tödlichen Mähwerken aus der Gefahrenzone retten. Erste Ergebnisse stimmen optimistisch: Vor allem eine Gebläsescheuche scheint viele Insekten erfolgreich zu verscheuchen.
Chancen und Hemmnisse alternativer Proteine
Der Markt für alternative Proteinquellen wächst und stellt Landwirtschaft, Lebensmittelwirtschaft und Verbraucher gleichermaßen vor neue Fragen. Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat eine umfangreiche Studie durchgeführt, die erstmals die gesamte Wertschöpfungskette alternativer Proteinquellen in den Blick nimmt – von der landwirtschaftlichen Erzeugung über das Verbraucherimage bis hin zum konkreten Kauf- und Konsumverhalten bei Fleisch- und Milchersatzprodukten. Die Ergebnisse sind jetzt als „DLG-Insights 2026: Alternative Proteinquellen – Perspektiven entlang der Wertschöpfungskette: Landwirtschaft, Markt und Konsum“ erschienen. Die Studie zeigt: Obwohl 61 Prozent der befragten landwirtschaftlichen Betriebe bereits Eiweißpflanzen angebaut haben, sehen nur 19 Prozent darin eine tragfähige Einkommensperspektive. Niedrige Preise und fehlende Vermarktungsstrukturen bremsen den Ausbau. Auf der Verbraucherseite haben sich Fleisch- und Milchersatzprodukte zwar in vielen Haushalten etabliert, doch Geschmack, Preis und Qualität dominieren die Kaufentscheidung weit stärker als die Art der Proteinquelle. Zudem sind die ökologischen Vorteile des Eiweißpflanzenanbaus – etwa die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit oder der Beitrag zum Klimaschutz – der großen Mehrheit der Verbraucher noch nicht bekannt. Die zentrale Schlussfolgerung: Nur eine bessere Verzahnung der gesamten Wertschöpfungskette kann Wirtschaftlichkeit, Produktqualität und Verbraucherakzeptanz gleichzeitig stärken.
Antibiotikaresistenzen bei Bauernhofmäusen
Antibiotikaresistenzen bei Menschen und Nutztieren sind eine große gesundheitliche Herausforderung. Eine neue Studie in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ legt offen, dass dieses Problem nicht an Krankenhaustüren oder Bauernhoftoren endet – vielmehr lassen sich Antibiotika-Resistenzgene (ARG) auch in Wildtieren nachweisen. Ein Team unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und des Max Delbrück Centers konnte zeigen, dass wilde Mäuse auf Bauernhöfen circa 50 Prozent der ARG von Rindern, Schweinen oder Geflügel in sich tragen und dass unter anderem die Intensität der Tierhaltung maßgeblich bestimmt, welche und wie viele Resistenzgene in das Mikrobiom der Mäuse übertragen werden.
Für die Studie analysierten die Forschenden die Genome von Darm-Mikroorganismen aus einer großen Population von 875 wildlebenden Hausmäusen (Mus musculus) von Bauernhöfen in Deutschland. Dabei suchten sie nach Genen, die für Resistenzen gegen gängige Antibiotika verantwortlich sind und korrelierten das Vorkommen dieser ARG in den Mäusen mit einer Reihe von Umwelt- und Wirtsvariablen wie der Nutzung der Anbauflächen, der Nutztierdichte für Rinder, Schweine und Geflügel, dem Geschlecht und Körperzustand der Mäuse sowie mit klimatischen Variablen. Diese statistischen Auswertungen sollen erklären, welchen Einfluss diese Faktoren darauf haben, welche und wie viele ARG im Darm-Mikrobiom der Mäuse vorkommen. In einem zweiten Schritt verglichen die Resistenzprofile im Genom der Mäuse mit Resistenzgenen im Dung bzw. Mist von Nutztieren, deren Genominformationen aus anderen Projekten öffentlich zugänglich sind.