Jenaer Präzisionsoptik soll Gesundheit von Pflanzen vom All aus sichtbar machen
Wenn die ESA-Erdbeobachtungsmission FLEX am 15. September 2026 planmäßig ins All startet, fliegen auch hochpräzise optische Komponenten aus Jena mit. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF haben für das Spektrometer an Bord des Satelliten eine Doppelspalt-Baugruppe auf Siliziumbasis sowie zwei hochpräzise Spiegel entwickelt und gefertigt. Das Spektrometer soll die durch Sonnenlicht angeregte Fluoreszenz von Pflanzen aus der Erdumlaufbahn erfassen. Die Daten sollen neue Erkenntnisse über die photosynthetische Aktivität, den Gesundheitszustand und Stress von Vegetation liefern.
Bodenschutzmaßnahmen machen Agri-Photovoltaik nachhaltiger
Agri-Photovoltaik verbindet Stromerzeugung und Landwirtschaft auf derselben Fläche – damit das langfristig gut funktioniert, lohnt ein Blick auf den Boden. Forschende des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) haben erstmals gemessen, wie sich die Bauphase von Agri-Photovoltaik-Anlagen auf die Bodenstruktur auswirkt. Ihre Studie, veröffentlicht im Fachjournal „Scientific Reports“, zeigt: Schwere Baumaschinen können den Boden stellenweise so verdichten, dass Pflanzenwurzeln es später schwerer haben. Die gute Nachricht: Solche Verdichtungen lassen sich durch gezielte Bodenschutzmaßnahmen beim Bau weitgehend vermeiden.
Für mehr Tierwohl in der Legehennenhaltung
Forschende der HTW Dresden entwickeln mit HEN-SENSE ein KI-gestütztes System zur Früherkennung von Federpicken und Verletzungen bei Legehennen. Kameras und Mikrofone erfassen Veränderungen am Gefieder und charakteristische Lautäußerungen. Die Daten werden mithilfe von KI ausgewertet, um Tierhaltende frühzeitig auf Verhaltensauffälligkeiten hinzuweisen und gezielte Gegenmaßnahmen zu ermöglichen.