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Studienmodul der Universität Göttingen und UNIKA verbindet wissenschaftliche Lehre, Praxisbezug und direkten Austausch mit der Kartoffelwirtschaft

Berlin, 04.08.2026

Das Studienmodul „Kartoffelproduktion“ an der Fakultät für Agrarwissenschaften der Universität Göttingen ist im Sommersemester 2026 mit sehr positiver Resonanz abgeschlossen worden. Das seit vielen Jahren fest im Göttinger Lehrangebot verankerte Modul wird von der Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft (UNIKA) e.V. unterstützt und verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit Fachbeiträgen aus der Praxis, Exkursionen und direkter Vernetzung mit der Kartoffelwirtschaft. Neben regulären Studierenden nahmen im Sommersemester 2026 erneut externe Gasthörende aus der Branche teil. Das Gasthörenden-Format wird inzwischen im vierten Jahr angeboten und zeigt, dass das Modul auch über den regulären Studienbetrieb hinaus auf Interesse stößt.

Ein zentraler Baustein war das zweitägige Blockseminar Anfang Mai in Göttingen. Dort kamen Studierende, Gasthörende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Beratung, Versuchswesen und Wissenschaft zusammen. Neben Fragen zu Pflanzenschutz, Versuchswesen, Qualität, Märkten und beruflichen Perspektiven wurden auch aktuelle Entwicklungen aufgegriffen, etwa im Vortrag von Dr. Sabine Andert (Julius Kühn-Institut) zur Schilf-Glasflügelzikade. Erstmals wurde das Blockseminar zudem durch eine formalisierte Studierendenbörse ergänzt. Fünf Unternehmen stellten Tätigkeitsfelder, Praktika, Abschlussarbeiten, Traineeprogramme und Einstiegsmöglichkeiten vor und kamen anschließend direkt mit den Teilnehmenden ins Gespräch.

Im Rahmen des Moduls fanden außerdem zwei Exkursionen statt, die deutlich machten, wie breit die Kartoffelwirtschaft aufgestellt ist. Bei der Schne-frost Produktion GmbH & Co. KG in Löningen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Verarbeitung von Kartoffeln zu tiefgekühlten Produkten, von der Rohwarenannahme über die Produktion bis hin zu Qualitätssicherung und Logistik. Eine weitere Exkursion führte zum EUROPLANT Innovationszentrum in Hanstedt und zum Betrieb Bodin in Vinstedt. Dort standen Sortenentwicklung, Versuchswesen, Pflanzgut, Diagnostik, Lagertechnik und betriebliche Praxis im Mittelpunkt. So wurden Zusammenhänge sichtbar, die im Hörsaal nur begrenzt vermittelt werden können.

„In der Vorlesung lassen sich viele Grundlagen erklären. Aber manche Fragen entstehen erst, wenn Studierende auf dem Versuchsfeld stehen, eine Verarbeitungslinie sehen oder in einem Kartoffellager diskutieren“, sagt Dr. Marcel Naumann, Organisator des Studienmoduls. „Gerade diese Verbindung aus fachlicher Einordnung, Praxisbezug und direktem Austausch mit der Branche macht das Modul aus.“ Auch die studentischen Rückmeldungen bestätigen diesen Ansatz: Besonders häufig wurden Praxisnähe, externe Expertise, Exkursionen, Firmenkontakte und das hybride Format positiv hervorgehoben.

Für die UNIKA ist das Modul ein wichtiger Beitrag, um Studierende frühzeitig mit der Kartoffelwirtschaft in Kontakt zu bringen. „Die Kartoffelwirtschaft braucht junge Menschen, die nicht nur einzelne Produktionsschritte kennen, sondern die Zusammenhänge entlang der Wertschöpfungskette verstehen“, sagt Anika Krause, Referentin für Technik, Finanzen und Kooperationen bei der UNIKA. „Das Göttinger Modul bringt Studierende mit Betrieben, Unternehmen und Fachleuten aus der Branche zusammen und schafft damit einen direkten Zugang zur Praxis.“ Über die Jahre ist rund um das Modul ein breites Netzwerk aus Universität, Verband, Unternehmen, Beratung, Versuchswesen und landwirtschaftlicher Praxis entstanden. Davon profitieren Studierende ebenso wie die Branche, die über das Modul frühzeitig mit potenziellen Nachwuchskräften in Kontakt kommt. Umso wichtiger ist es, diesen Austausch auch künftig in geeigneter Form fortzuführen. Ein Dank gilt allen beteiligten Referentinnen und Referenten, Unternehmen und Betrieben, die das Modul im Sommersemester 2026 unterstützt haben.

Kontakt: 

Dr. Marcel Naumann
Modulverantwortlicher Studienmodul „Kartoffelproduktion“
im Sommersemester 2026

Anika Krause
Referentin für Technik, Finanzen und Kooperationen
Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft (UNIKA) e.V.
E-Mail: kartoffelmodul@unika-ev.de

Teilnehmende des Studienmoduls „Kartoffelproduktion“ beim zweitägigen Blockseminar Anfang Mai 2026 an der Universität Göttingen. Das Seminar brachte Studierende, externe Gasthörende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis, Unternehmen, Beratung, Versuchswesen und Wissenschaft zusammen.
Foto: UNIKA e.V.

Eindrücke aus dem Studienmodul „Kartoffelproduktion“ im Sommersemester 2026: Blockseminar mit Studierendenbörse sowie Exkursionen zum EUROPLANT Innovationszentrum und zum Betrieb Bodin.
Fotos: UNIKA e.V.

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